3:0 Schlappe gegen Esting

Foto: Helmut Keiling

Am 19. März fand das letzte Heimspiel der N.H. Young Volleys gegen den SV Esting statt. Leider konnten die Mädels aus Neudrossenfeld und Hollfeld  keine Punkte holen und mussten sich mit 3:0 geschlagen geben.

Gewillt, nach der schmerzvollen Derbyniederlage, im letzten Spiel der Saison einen Sieg einzukassieren war die Motivation zu Beginn groß. Trainer Marc d`Andrea konnte auf einen gut gefüllten Kader zurückgreifen. Auch Johanna Meisel, die auf Grund ihres Studiums für längere Zeit nicht verfügbar war, unterstützte, trotz Erkältung, ihr Team. Vor allem in Aufschlag und Annahme konnte sie nach langer Spielpause das Team gut unterstützen. Dennoch dominierten Unkonzentriertheiten und Eigenfehler das Spiel und die Young Volley mussten sich im ersten Satz 15:25 geschlagen geben.

Die Rotmaintalerinnen begannen den zweiten Satz wesentlich konzentrierter, spannende Ballwechsel führten das Spiel an. Hier konnten die N.H. Young Volleys  zeigen, dass sie eine spielerisch starke Mannschaft sind. Trainer d’Andrea kommentierte den Satzstart später: „Ich bin nicht der Trainer der von selbst gerne richtig laut wird, aber wir haben uns im ersten Satz unter Wert verkauft, also habe ich mich überwunden. Die Wunderwaffe sauer werden und anbrüllen hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Hab ich mir bei anderen Trainern abgeguckt, wie man das macht.“ Durch druckvolle Aufschläge versuchten die Young Volleys die Estinger unter Druck zu setzten, dies gelang ihnen auch, denn die Gäste stellten in einen Zweier – Annahmeriegel um. Lange führten die Gastgeberinnen, am Ende jedoch hatten die Gäste das Quäntchen Glück mehr und entschieden den Satz mit 24:26 für sich.

Jetzt hieß es alles oder nichts für die N.H. Young Volleys. Auch im dritten Satz konnten die Volleys immer wieder spielerisch und kämpferisch gute Aktionen zeigen. Aber es schien nicht das Spiel der Rotmaintalerinnen zu sein, vor allem die Spannung und der Wille das Spiel zu drehen fehlte. Somit schlichen sich immer wieder Eigenfehler ein und am Ende gaben die Gastgeber auch den dritten und letzten Satz an die Gäste mit 19:25 ab. Mannschaftskapitänin Sophia Höreth weiß die Situation einzuschätzen: „Unsere Jugendspielerinnen, die ja auch Stammkräfte sind, haben seit Weihnachten mehr als 20 Spiele absolviert. Wir sind auf drei Positionen unterbesetzt. Einige Spielerinnen spielen angeschlagen. Nora sogar seit November verletzt. Wir haben die Saison bis vor sechs Wochen sehr gut bestritten. Seither ist die Belastung und Verletzungsdichte zu hoch. Wir wissen das komplett einzuschätzen was in den letzten Wochen passiert ist.“

Alles in Allem haben die Mädels aus Neudrossenfeld und Hollfeld vor allem in Phasen des zweiten und dritten Satzes ordentlich gespielt, jedoch fehlten die richtige Einstellung und der sonst so starke Teamgeist. Die N.H. Young Volleys belegen nun in ihrer ersten Regionalligasaison den 6. Platz und können als Aufsteiger mit der Platzierung sehr zufrieden sein.

„Uns hat in den letzten fünf Spielen drei mal die Einstellung gefehlt. Zwei Mal zu Hause und einmal in Bamberg. Das soll aber die Saison nicht überschatten. Klar wird der eine oder andere Fan jetzt sagen, dass die Saison schlecht lief, die letzten Spiele suggerieren das Bild ja auch. De facto können wir zufrieden sein. Wer bei zugegeben vielen schlechten Spielen am Ende sicher auf Platz sechs in seiner ersten Regioalligasaison steht, der muss trotz alledem einiges richtig gemacht haben. Hätten wir die letzten zwei Spiele gewonnen hätten wir ohne Ansbachs „Ausrutscher“ dritter werden können. Dann würden uns heute alle feiern. So ist der Sport. Wir wissen für die nächste Saison, dass wir außer Ansbach und Schwabing jeden schlagen können. Naja, solange Dingolfing nicht noch zwei weitere Erstligaspielerinnen dazu bekommt. Da beide Teams nächstes Jahr nicht mehr dabei sind, lassen wir uns von den zwei letzten Spielen nicht beeindrucken“ resümiert der Trainer das Saisonende.

Es spielten: Nora Anders, Meike Schirmer, Sophie Mayer, Johanna Meisel, Sophia Höreth, Kristina Böhm, Fanny Gnade, Leonie Stöcker Michaela Dutz, Hannah Lauterbach, Antonia Schwenk und Sandra Ullrich.