Niederlage gegen starkes Schlusslicht

Am Sonntag reisten die N.H. Young Volleys ins schwäbische Friedberg. Der Tabellenvorletzte zeigte sich, wie bereits in der Woche zuvor gegen TSV Obergünzburg, überraschend stark. Nach einem hart umkämpften Spiel unterlag man knapp mit 3:2 (25:15, 22:25, 18:25, 28:26, 10:15).

Als offizielles Schlusslicht der Regionalliga Süd-Ost hat der TSV Friedberg in der Hinrunde nur sechs Punkte sammeln können. Umso überraschender schlugen die Schwaben in der vergangenen Woche eines der Top-Teams der Liga: Obergünzburg. So kommentierte Trainer d’Andrea bereits am Freitag den Gegner wie folgt: „Friedberg entwickelt sich seit Ende November immer positiver. Die Gegner berichten nicht mehr so über Friedberg, wie wir und andere sie zu Saisonbeginn erlebt haben. Die Mannschaft ist im Aufschwung und ich will, dass wir sie selbst bei einer deutlichen Führung nie unterschätzen.“ Und das gelang zunächst:

Beflügelt durch den knappen Sieg am vergangenen Wochenende gegen Esting starteten die Young Volleys stimmungsvoll und sehr konzentriert. Eine stabile Annahme ermöglichte es den Angreifern sich immer wieder durchzusetzen und sich so einen Vorsprung herauszuspielen. Durch hohen Druck im Aufschlag gelang es dem Gegner nicht sein Spiel aufzubauen. So ging der Satz mit 25:15 an die N.H. Young Volleys.

Doch Friedberg schaffte es zu Beginn des zweiten Satzes den Aufschlag- und Angriffsdruck deutlich zu erhöhen, ohne dabei die Fehlerquote steigen zu lassen. Nach zwei frühen Auszeiten (2:4, 4:7) kämpfte man sich wieder zurück ins Spiel. Jedoch konnte sich keine der Mannschaften wirklich absetzen. Durch gut platzierte Angriffe der Gegner aus dem Augsburger Umland gelang es diesen den Satz knapp mit 25:22 für sich zu entscheiden. Satz drei und vier verliefen ähnlich wie der zweite Satz. Jede Mannschaft konnte je einen Satz auf ihr Konto verbuchen.

Der fünfte Durchgang zeigte sich als Spiegelbild der vorherigen Sätze. Lange Zeit lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe und boten den Zuschauern einen spannenden Satz mit langen Ballwechseln. Am Ende schaffte es Friedberg den Satz mit effizienteren Angriffen für sich zu entscheiden. So konnte man trotz kämpferischer Leistung das Spiel nicht mehr drehen. Trainer d’Andrea dazu: „Wir haben nicht gegen das Team gespielt, dass zurecht das offizielle Schlusslicht der Liga war. Wenn Friedberg weiterhin so gut spielt, wie sie es gegen uns getan haben, werden sie das Überraschungsteam der Rückrunde sein. Gewinnen wir den zweiten Satz, was durchaus möglich gewesen wäre, dann wäre Friedberg vielleicht eingeknickt. Jetzt haben wir der kompletten Liga einen Bärendienst erwiesen. Wir könnten Friedberg den sicherlich verdienten Aufschwung ermöglicht haben.“

Es spielten:
Anna-Lena Bauer, Kristina Böhm, Fanny Gnade, Sophia Höreth, Hannah Lauterbach, Sophie Mayer, Nicki Naumann, Meike Schirmer, Nicole Steeger, Leonie Stöcker, Sandra Ullrich, Elke Wolf