Zweites Heimspiel in Folge

Young Volleys beim Block

Am kommenden Samstag spielen die N.H. Young Volleys um 18:30 Uhr gegen die spielstarken Gäste des SV Hahnbach. Nachdem die Oberpfälzerinnen sich in ihrem ersten Ligaspiel gegen den letztjährigen Meister Sonthofen geschlagen geben mussten, wollen sie gegen die Young Volleys nun der Liga zeigen, wo sie sich selbst sehen. In den vergangenen Jahren konnten die Young Volleys die oft sehr ausgeglichenen Spiele etwas häufiger für sich entscheiden.

Zwei Wochen nach ihrem Auftaktsiegt gegen Aufsteiger Straubing erwarten die Young Volleys abermals ein spannendes und enges Spiel. Seit Wochen ist das Team personell schwach besetzt und zudem noch gesundheitlich angeschlagen. Wie es dazu kommt und was der Gegner zu bieten hat, in einer Zusammenfassung unten an:

Erfolg durch großen Zusammenhalt

Der SV Hahnbach hat ein eingeschworenes Team. Seit vielen Jahren spielen die meisten der Oberpfälzerinnen bereits zusammen. Sie sind ähnlich alt. Sie heiraten – wie dieses Jahr – zur selben Zeit. Sie bleiben auch in schweren Jahren beisammen. Gespickt mit jüngeren Spielerinnen aus der eigenen Jugend hat sich ein Team entwickelt, dass den Young Volleys sehr stark ähnelt.

Eine Instanz im Team ist die Hauptangreiferin Anna Dotzler. Anna ist nicht nur eine dominante Außenannahmespielerin, sondern auch ein Eckpfeiler in schwierigen Spielen. Sich auf Dotzler zu versteifen ist allerdings ein Fehler, den viele Ligakonkurrenten machen. Im Zuspiel setzt Trainer Rainhard Schön auf das breitere Spiel, das er hervorragend auf seine soliden Mitten und die ebenfalls dominante Diagonalangreiferinnen zuschneidet. Ein weiteres Team-Highlight ist Libera Johanna Kreß (ehem. Arndt). Sie zählt zu den Abwehrspezialisten mit dem besten Stellungsspiel in der Liga.

Young Volley Trainer d’Andrea über den Gegner: „Ich empfinde Hahnbach als befreundeten Verein. Es macht Spaß gegen sie zu spielen. Ich denke beide Teams haben einen angemessenen Respekt voreinander. Wir kennen einander Stärken und Schwächen. Das führt meist zu sehr zuschauerfreundlichen Spielen mit vielen spektakulären Aktionen und tollen Ballwechseln.“

Dünn aber stark besetzt

Seit drei Jahren werden kontinuierlich Spielerinnen aus der Jugend in das Regionalligateam geholt. Da die Lücke von Damen2 zu Damen1 mit zwei Ligen Lücke einen einfachen Übergang erschwert, spielten die Young Volleys traditionell ihre ersten beiden Saisonspiele mit nur drei Viertel ihres Kaders. „Laut Spielordnung dürfen Jugendspieler nach den ersten zwei Spielen der oberen Klasse, beliebig oft zwischen zwei Teams eines Vereins wechseln, solange sie unterklassig gemeldet wurden,“ fasst Vorstand Carsten Böhm die Situation zusammen. Um sowohl Regionalligaerfahrung zu sammeln als auch Spielpraxis als Leistungsführer, wird der Young Volley 14-er Kader um zwei oder drei Bezirksligaspielerinnen herumgebaut. In diesem Jahr muss so zu Saisonstart sowohl auf die bereits etablierten Spielerinnen Anna-Lena Bauer und Nicki Naumann als auch auf Toni Schwenk (neu im Kader) verzichtet werden.

Angeschlagen sind zudem Sophia Höreth und Krissi Böhm, deren Einsatz nach wie vor eher unwahrscheinlich ist. Isa Braun stünde nach dreimonatiger Pause dem Team eigentlich wieder zur Verfügung, hat sich aber erkältet und wird am Wochenende fehlen. Unter den neun verbleibenden Spielerinnen befindet sich zudem Toni Raith, die – abgesehen von drei Einheiten – in der Saisonvorbereitung fehlte. Trainer Marc d’Andrea dazu: „Seit drei Wochen konzentrieren wir uns auf unsere Stärken. Abgesehen vom Fehlstart gegen Straubing konnten wir bisher auch mit dem Kader, der am Wochenende zur Verfügung stehen wird, sehr gut überzeugen.“

Seit Jahren verfolgt der Coach das Konzept einen in der Breite starken Kader aufzubauen. „Wer mich kennt, der weiß, dass ich immer versuche möglichst viele Spieler spielen zu lassen, wenn es taktisch möglich ist. Der Dank ist, dass ich auch bei dünn besetzten Spielen, wie der Rückrunde vor zwei Jahren, den letzten drei Spielen der letzten Saison, oder klassisch zum Saisonstart, immer einen soliden Kader auf das Feld bringe. Das Vertrauen meiner Spielerinnen untereinander ist überragend,“ so d’Andrea und schiebt hinterher, dass er kein Problem damit hat mit nur neun Spielerinnen anzutreten. „Andere Vereine“, so sagt er, „setzen ja auch beim Großteil ihrer Spiele nicht mehr als acht ihrer Spielerinnen ein.“

Foto: Thorsten Ochs von ochsenfotos.de