„Dann lullen wir sie halt ein!“

Unterhaching steht unter Druck. Trotzdem sie in der vergangenen Woche gegen den Tabellenführer Eibelstadt siegten, gelang es ihnen nicht selbst die Tabellenführung zu übernehmen. Ein Fehltritt darf das Team deshalb nicht mehr machen. Man möchte glauben, dass es bei den Young Volleys nicht anders aussieht. Aus den letzten fünf Spielen müssen sie zumindest neun Punkte holen. Eine Mammut-Aufgabe bedenkt man, dass sie bisher nur sieben Punkte auf dem Konto haben. Dennoch kann das Team frei aufspielen. Nach einem motivierenden Derby-Sieg muss in der restlichen Saison nichts, aber vieles kann. Und gerade gegen das bestbesetzte Team der Liga ist die Punkteausbeute keine Pflicht. Die Zuschauer werden nach der vergangenen Woche versuchen die Young Volleys weiterhin auf ihrem Hoch zu halten.

Ob das Team genauso motiviert in das nächste Spiel geht, kann auch Trainer d’Andrea nicht beurteilen: „Unterhaching ist nicht Bamberg. Die Mannschaft gegen die Oberbayern zu motivieren ist deutlich schwieriger. Ein Derby hat da deutlich mehr Potenzial. Aber ich schaue mir genau an, wer den richtigen Spirit hat. Ich bin der festen Überzeugung, dass das Team sich da nicht selbst enttäuschen will. Das Training am Mittwoch war wieder vielversprechend.“

Unterhaching ist in der Liga für ihre starken Aufschläge und den dominanten Spielstil bekannt. Besonders die Qualität der Außenangreiferinnen in Annahme und Angriff erschwert die taktische Vorbereitung auf den Gegner. „Es ist immer aufwändiger gegen Teams mit guten Außen zu spielen. Die Standardkniffe, die man dann normalerweise spielt, sind zudem gegen Unterhaching nicht sehr effizient. Allein da gibt es Umstellungen zum Hinspiel“, kommentiert d’Andrea. Doch macht er darauf aufmerksam, dass auch Unterhaching ligagerechte Schwächen hat. „Spielt mein Team so konsequent wie letzte Woche meine Strategien aus, werden wir uns zumindest nicht so abschießen lassen müssen wie im Hinspiel“, so der Trainer.

Doch auch wenn es nicht gut laufen sollte, ist der Trainer sogar zuversichtlich sich einen Punkt zu holen: „Wir waren in der letzten Saison sehr gut darin unsere Gegner mit taktischem Angriffsspiel so sehr einzulullen, bis sie uns irgendwann freiwillig ein 5-Satz-Spiel geschenkt haben. Schon andere Teams haben mit aggressivem Volleyball gegen uns verloren. Ich habe das Hinspiel genau analysiert. Da müsste Unterhaching die Messlatte schon höher legen. Ich bin gespannt und freue mich sehr.“

Gespielt wird am Samstag um 18:30 Uhr in heimischer Halle in Neudrossenfeld!

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